· impuls · 2 Minuten Lesezeit

Mit weitem Blick

Im Herbst werden wir uns als Gemeinde zu einer Klausur treffen. Wir tun das in dem Vertrauen, dass Gott mit seiner Kirche noch nicht fertig ist – und auch mit unserer Gemeinde nicht. Vieles ist in den vergangenen Jahren gewachsen: Beziehungen, Engagement, Vertrauen, neue Ideen und liebgewonnene Traditionen. Darauf wollen wir aufbauen. Gemeinsam möchten wir entdecken, was uns trägt, welche Chancen vor uns liegen und welche kleinen Schritte heute möglich sind.

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Im Herbst werden wir uns als Gemeinde zu einer Klausur treffen. Wir tun das in dem Vertrauen, dass Gott mit seiner Kirche noch nicht fertig ist – und auch mit unserer Gemeinde nicht. Vieles ist in den vergangenen Jahren gewachsen: Beziehungen, Engagement, Vertrauen, neue Ideen und liebgewonnene Traditionen. Darauf wollen wir aufbauen. Gemeinsam möchten wir entdecken, was uns trägt, welche Chancen vor uns liegen und welche kleinen Schritte heute möglich sind.

Im Herbst werden wir uns als Gemeinde zu einer Klausur treffen. Wir tun das in dem Vertrauen, dass Gott mit seiner Kirche noch nicht fertig ist – und auch mit unserer Gemeinde nicht. Vieles ist in den vergangenen Jahren gewachsen: Beziehungen, Engagement, Vertrauen, neue Ideen und liebgewonnene Traditionen. Darauf wollen wir aufbauen. Gemeinsam möchten wir entdecken, was uns trägt, welche Chancen vor uns liegen und welche kleinen Schritte heute möglich sind, damit unsere Gemeinde auch in Zukunft ein Ort bleibt, an dem Menschen Glauben, Gemeinschaft und Hoffnung erfahren können.

Bei diesen Fragen begleitet mich eine Geschichte aus dem Alten Testament. Im 13. Kapitel des Buches 4. Mose sendet Mose Kundschafter in das verheißene Land. Das Volk Israel befindet sich damals in einer Zwischenzeit: Die Befreiung aus Ägypten liegt hinter ihnen, das neue Land vor ihnen. Noch sind sie nicht angekommen.

Die Kundschafter entdecken tatsächlich ein wunderbares Land. Sie bringen riesige Weintrauben mit zurück – sichtbare Zeichen der Fülle und der Verheißung Gottes. Doch als sie berichten, geraten die Trauben immer mehr in den Hintergrund. Stattdessen sprechen sie von befestigten Städten, von mächtigen Gegnern und von Riesen. Die Angst wächst. Die Möglichkeiten verschwinden aus dem Blick.

Wer auf Kirche und Gesellschaft schaut, findet manches, das Sorge macht: sinkende Mitgliederzahlen, knapper werdende Ressourcen, Veränderungen, die vertraute Gewissheiten infrage stellen. Das alles ist real. Die „Riesen“ der Geschichte sind nicht eingebildet.

Und doch erinnert uns die Erzählung daran, den Blick nicht nur auf die Schwierigkeiten zu richten. Die Trauben waren schließlich ebenso real. Gottes Verheißung war nicht verschwunden, nur weil Herausforderungen sichtbar wurden.
Vielleicht beginnt Zukunft genau dort: nicht im Verdrängen der Schwierigkeiten, sondern darin, die Trauben nicht aus dem Blick zu verlieren.

Ihr Pfarrer Stefan Fleischner-Janits

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