· impuls · 2 Minuten Lesezeit
Wer fehlt?
Unsere Gemeinde lebt von vielem, das sich bewährt hat. Doch wie kann sie sich weiterentwickeln, ohne alles neu machen zu müssen? Eine biblische Geschichte gibt darauf eine überraschend einfache Antwort.

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Unsere Gemeinde lebt von vielem, das sich bewährt hat. Doch wie kann sie sich weiterentwickeln, ohne alles neu machen zu müssen? Eine biblische Geschichte gibt darauf eine überraschend einfache Antwort.

Unsere Gemeinde lebt von vielem, das sich bewährt hat.
Doch wie kann sie sich weiterentwickeln, ohne alles neu
machen zu müssen? Eine biblische Geschichte gibt darauf
eine überraschend einfache Antwort.
In den letzten Wochen habe ich “Blühen lassen” von
Patrick Todjeras und Michael Herbst gelesen. Darin
geht es darum, wie Gemeinden sich weiterentwickeln
können. Beim Lesen bin ich an einer Geschichte aus
dem Johannesevangelium hängen geblieben.
Einige Jünger sind nach Ostern wieder am See. Petrus
sagt: „Ich gehe fischen.“ Die anderen kommen mit. Sie
fahren hinaus, werfen ihre Netze aus – und fangen nichts.
In der Früh steht Jesus am Ufer. Er sagt ihnen nicht, dass
sie etwas völlig Neues machen sollen. Sie brauchen kein
neues Boot und keine neuen Netze. Er sagt einfach:
Werft das Netz noch einmal aus. Diesmal auf der
anderen Seite.
Dasselbe Netz. Dasselbe Boot. Dieselben Menschen. Nur ein bisschen anders.
Ich finde, das passt gut zu unserer Gemeinde. Vieles
funktioniert gut und soll bleiben. Und trotzdem können
wir fragen: Wo könnten wir unser Netz einmal anders
auswerfen? Wen erreichen wir mit dem, was wir tun?
Wen bisher kaum? Wer fehlt? Was können wir gut?
Was müssen wir nicht selbst
machen? Und wo könnten wir mit
anderen etwas ausprobieren? Als die
Jünger ans Ufer kommen, hat Jesus
schon ein Feuer gemacht. Brot und
Fisch liegen bereit. Bevor es weitergeht,
sagt er: Kommt, esst etwas.
Auch das gehört dazu. Es hängt nicht
alles an uns. Wir müssen die Zukunft
der Kirche nicht retten. Wir dürfen uns stärken lassen
und dann schauen, was als Nächstes dran ist.
Im Oktober nehmen wir uns bei unserer Gemeindeklausur
einen Tag dafür Zeit:
Was soll bleiben? Was brauchen wir vielleicht nicht mehr?
Was könnten wir anders machen? Und wo lohnt es sich,
Neues zu versuchen? Schauen Sie vorbei und reden Sie mit!
Bis bald in der Messiaskapelle
Pfarrer Stefan Fleischner-Janits